Der Apostel Paulus

Paulus, der ursprünglich Saul Bekhais geheißen hatte, wurde im Jahre 754 n.R. in Nain in Galiläa als Sohn des Kaufmannes Bekhais Saul und dessen Weibes Derais geboren. Im Jahre 764 n.R. übersiedelten seine Eltern, die Juden waren, nach Jerusalem und ließen ihn die Rabbischulen besuchen. Paulus erlernte die Judenschriften, wurde Rabbi und ein eifriger Kämpfer in den Reihen des Herrn der Heerscharen. Durch seine Schmeicheleien brachte er es so weit, dass man ihn zum Türsteher im Hohen Rat bestimmte. Er war bei allen Besprechungen des Hohen Rates anwesend, die sich auf Christus bezogen, und erreichte bald durch seine Spitzeldienste - wie man Christus habhaft werden und ermorden könnte - die Würde eines ordentlichen Ratsrabbi. Durch seinen Freund Judas Ischariot über Christus, den wahren Gott, unterrichtet, trug sich Paulus oft mit der Absicht, seine Rabbistelle niederzulegen und mit Christus zu wandeln. Doch sein Ehrgeiz nach Würden und seine Sucht nach dem Prasserleben hielten ihn davon ab und ließen ihn zum immer größeren Fanatiker in seinem Rabbiberuf werden.
So hat sich Paulus bei der Gefangennahme Christi sowie bei seiner Marterung und Kreuzigung besonders hervorgetan. Paulus hat am Leib Christi Wunden geschlagen. Er zog bei der Kreuzigung Christi den Strick an, damit die Arme bei der Annagelung gestreckt seien, und er ist auch derjenige, der dem Ewigen am Kreuze die Worte zurief: „Wenn du Gott bist, so steige herab! Anderen hast du geholfen, dir selbst kannst du aber nicht helfen! Du bist ein Gotteslästerer und Teufelssohn!"
Paulus befand sich mit den gefangenen Ratsmitgliedern auch bei der Auferstehung Christi und wurde somit unfreiwilliger Zeuge derselben. Trotzdem verharrte er aber weiter in dem jüdischen Satansgeist und arbeitete dann emsig an der Verunstaltung der Worte Christi sowie an der Verfolgung der Jünger, wofür ihm die Würde eines Hohepriesters und später eines Obersten der vom Hohen Rat gegründeten judenchristlichen Kirche zugesprochen wurde.
Paulus, der für die von ihm veranlasste Ermordung des Jüngers Jakobus des Jüngern und vieler Essenerchristen zum Hohepriester ernannt worden war, wütete gegen das wahre Christentum wie der Satan selbst. Als er von der Anwesenheit des Jüngers Johannes in Ephesus Kenntnis bekam, schickte er sich in seinem grenzenlosen Haß an, nach Ephesus zu gehen, um Johannes zu beseitigen. Sein ausgedachter Plan war, Johannes mit List nach Jerusalem zu locken oder, wenn ihm dies nicht gelingen sollte, ihn gleich dort durch bezahlte Knechte ermorden zu lassen. Dazu hatte er sich mehrere Männer abgerichtet, die sich für Essenerchristen ausgeben sollten. Mit diesen begab er sich auf den Weg nach Ephesus.

Unterwegs sah Paulus, dass in allen größeren Städten die Essenerchristen stark verbreitet waren und es daher nicht leicht sein werde, seinen Plan auszuführen. In der Stadt Alabanda schickte er seine Leute bis auf seinen Freund Ananinas voraus, damit sie in Ephesus bei Johannes alles auskundschaften und ihm darüber berichten könnten. Paulus und Ananinas gingen langsam nach. Als sie ungefähr eine halbe Tagesreise vor Ephesus waren, wurde Paulus auf einmal beim Gehen übel. Es flimmerte ihm vor den Augen, und er musste sich setzen. Ananinas stütze ihn und fragte, was ihm fehle. Paulus erwiderte, dass er nichts sehe. Darauf wurde es um ihn licht, und er sah Christus vor sich stehen. Christus sprach zu ihm die Worte: „Saul, hast du noch nicht genug der Bosheit? Warum verfolgst du mich mit einem so großen Haß und mordest die Meinen? Ist es dir nicht genug, mich am Kreuz gemordet zu haben, dass du auch noch meinen Geist mordest? Bedenke, wo du in diesem Haß hinkommst! Kehre um und lass ab von dem Satansgeist! Du schaffst dir damit selbst ein Leid, das du lange wirst ertragen müssen! Saul, ich sage dir, mein vollkommener Geist der Wahrheit und Nächstenliebe ist von Ewigkeit und bleibt ewig! Du und mit dir alle Satansknechte, ihr könnt meinen Geist noch so verunstalten und morden, er wird unter den Völkern wieder auferstehen, so wie ich mit meinem von euch gemordeten Leibe auferstanden bin, und Frucht bringen! Du aber wirst die Stunde nicht erwarten können, um den Menschen die Wahrheit über dein irdisches Tun und Wandeln sagen zu können! Saul, ich will dir durch diese meine Worte nur Leid ersparen, das du dir selbst schaffst! Mein Friede sei mit dir!"
Paulus fragte: „Herr, was soll ich tun?" Christus antwortet ihm: „Gehe zu Johannes. Dieser wird dir das weitere sagen! Er lehrt gerade die Deinen, die du zu ihm geschickt hast, und erklärt ihnen deine Begegnung mit mir, die er im Geiste sieht!"
Darauf sah Paulus wieder mit den leiblichen Augen seinen Freund, der ihn fragte, was mit ihm eigentlich los sei? Paulus, noch ganz benommen, sagte ihm: „Ich habe Christus gesehen; er hat mit mir gesprochen!"
Ananinas lachte Paulus aus, dass er beim helllichten Tag träume, und setzte mit ihm die Reise fort.
In Ephesus besuchte Paulus sogleich Johannes, bei dem seine Abgesandten weilten. Johannes begrüßte ihn und erklärte: „Ich habe soeben den Deinen über deine Begegnung mit Christus erzählt und sie auch über die Worte, die du gehört hast, unterrichtet."
Zu den Versammelten gewendet, sagte Johannes: „Fragt Saul selbst über sein Erlebnis, damit ihr seht, dass ich die Wahrheit gesprochen habe."
Johannes hielt sodann Paulus seine verbrecherische Absicht vor und sagte ihm: „Du wirst dein Vorhaben nicht ausführen können! Kehre um und lasse ab vom Satan! Du hast jetzt Freude daran, im satanischen Geiste zu wirken! Doch dieser Geist wird dir bald zum Schmerz werden, den du dir selbst schaffst. Ich sage dir, auch du wirst Freude haben, wenn du in Zukunft zu den Geschwistern auf Erden sagen wirst können, wie tief du im Geiste gesunken warst und dass du dir das alles selbst, durch deinen eigenen Willen, geschaffen hast!"

Paulus blieb eine Zeitlang in Ephesus und kehrte dann mit zwei Begleitern, Barnabas und Ananinas, nach Jerusalem zurück. Die anderen Brüder, achtzehn an der Zahl, blieben bei Johannes und wurden wahre Christen.
Paulus kam ganz zerknirscht nach Jerusalem und berichtete alles dem Hohen Rat. Die Ratsmitglieder verhöhnten ihn, weil sein Vorhaben misslungen war, worauf er, von Zorn erfüllt, von neuem in den Satansgeist verfiel. Er beschloss, selbst als Judenapostel in die Welt zu ziehen und das im Jahwegeist verfälschte Wort Christi unter die Völker zu tragen. Der Hohe Rat hatte ihn zum Obersten der Judenchristen ernannt und ihm die Macht gegeben, alle schon bestehenden Judenchristengemeinden zu kontrollieren. Paulus wurde ein ganzer Stab von Dienern beigegeben und auch die nötige Geldsumme zur Verfügung gestellt, dass er als oberster Bischof seine Macht zum Ausdruck bringen könne. Die Erscheinung Christi ausnützend, zog Paulus als Stellvertreter Christi hinaus und führte mit dem vielen Geld ein wahres Prasserleben. Er reiste mit seinem Stab von Priestern und Diakonen nach den Ländern Syria, Cyprus, Silicia, Galatia, Bithynia, Thracia, Macedonia und Epirus, dann wandte er sich zurück nach Macedonia, Dalmatia, Italia, Sicilia, Sardinia, Galia und wieder nach Italia bis Roma.
Als oberster Apostel der Judenchristen ließ Paulus durch seine Schreiber auch viele von ihm selbst diktierte Schriften über Christus sowie seine Worte und Werke anfertigen, die, im jüdischen Geist verfasst, als Lehrbehelfe und Instruktionen für den Gottesdienst in den judenchristlichen Gemeinden dienten. Sie wurden mit gefälschten Unterschriften der wahren Jünger Christi versehen, damit sie als authentisch gelten. Auf diese Weise wurden Zehntausende von falschen Schriften über Christus unter die Völker gebracht, die zur Grundlage des sich später zur Weltreligion entwickelnden Judenchristentums wurden.
Paulus hörte, dass Petrus bei den Einwohnern um Roma herum große Erfolge habe und sich bei diesen das Judenchristentum nur schwer entwickeln könne. Um dem dahinsiechenden Judenchristentum neuen Auftrieb zu geben, ging Paulus daran, mit Pomp und Geld die Römer einzufangen und Petrus bei passender Gelegenheit zu beseitigen. Er legte sich einen Plan zurecht, Petrus zur öffentlichen Stellungnahme gegen ihn herauszufordern, um ihn dann als Aufwiegler bei den Behörden zu verklagen.
Sein Unternehmen in der Vorstadt gelang aber nicht ganz, und er wurde gleich Petrus als Aufwiegler verhaftet und zum Tode verurteilt.

Nach der Hinrichtung des Petrus saß Paulus sieben Tage lang allein in der Zelle; er war in einer Geistesverfassung, die dem Wahnsinn glich. Von Gewissensbissen gepeinigt, weinte Paulus die ganze Zeit und fand keinen Schlaf. Erst die letzte Nacht vor seiner Hinrichtung schlief er vor Müdigkeit ein und sah im Traum Petrus und viele andere Arianachristen, die er einst hatte ermorden lassen. Sie alle redeten ihm Worte des Trostes und der Nächstenliebe zu, und er sah sich schon unter ihnen im Jenseits.
Als er erwachte, war ihm alle Furcht vor dem kommenden Tod entschwunden.
Noch am Mittag denselben Tages kamen drei Justizsoldaten in die Zelle und sagten zu Paulus: „Deine letzte Stunde hat geschlagen. Du wirst heute hingerichtet und dein Körper wird den Löwen zum Nachtmal dienen!" Spottend bemerkten sie dazu, dass die Löwen an seinem Leichnam mehr haben würden als von jenem des Petrus, der so mager war.
Hierauf banden die Justizsoldaten seine Hände und führten in außerhalb der nördlichen Stadtmauer zum Volksfestplatz Flaminia, der im Volksmunde Volksfestplatz Imperator Augusti genannt wurde. Dieser lag am linken Ufer des Tiber.
Als sie dort ankamen, fand soeben ein Pferderennen statt. Nachdem dieses zu Ende war, wurde Paulus auf ein Podium geführt. Ein Hornist gab ein Trompetensignal, worauf der Gerichtsbeamte dem Volke die kommende Hinrichtung verkündete. Er sprach: „Der Judenrabbi Paulus aus Jerusalem wurde als Volksaufwiegler des Aufruhrs überwiesen und wird nach dem Gesetz als abschreckendes Beispiel öffentlich hingerichtet. Die Hinrichtung erfolgt durch Enthauptung. Sein Leichnam wird den Löwen als Futter vorgeworfen!"
Der Beamte fragte Paulus, ob er noch einen Wunsch habe. Paulus bat, einige Worte an die Versammelten richten zu dürfen.
Der Beamte willigte ein, worauf Paulus zu sprechen anfing: „Römisches Volk! Behaltet meine Worte und tragt sie auch unter alle Völker! Ich, Paulus, bin ein geborener Jude und hieß ursprünglich Saul. Ich besuchte die jüdische Schule in Jerusalem und wurde Rabbi. Nachher in den jüdischen Hohen Rat in Jerusalem berufen, wurde ich Ratsmitglied, dann Hohepriester und zum Schluß Oberster der Judenchristen und Lehrer der verfälschten Christuslehren. Ich will euch in meiner letzten Stunde des irdischen Lebens kurz mein verbrecherisches Tun und Handeln vor Augen führen, damit ihr erkennt, dass ich der größte Verbrecher war, den je die Erde getragen hat. Ich gestehe euch offen, dass ich als jüdischer Hohepriester den gut gekannt habe, zu dem die Juden Gott sagen, der aber kein Gott, sondern das abscheulichste und grausamste Geisteswesen - der Satan - ist. Sein verlogener, rachsüchtiger Geist ist der größte geistige Auswurf. Seine Worte, die er einst durch die Mittler – Propheten - zu den Menschen sprach, sind lauter Lügen und wahrhafte Dokumente des Satans, die den Menschen unter Androhung von ärgsten Strafen aufgezwungen werden, damit sie aus Furcht an ihn als 'allmächtigen Gott' glauben und dadurch freiwillig seine Knechte sind. Dazu braucht dieser sich für Gott ausgebende Satan Antreiber, die seine Berufenen und Auserwählten, seine Rabbis und Priester sind, damit diese ihn als Gott auf dieser Erde verherrlichen, preisen, und seine satanischen Gesetze, die ja nicht übers Irdische hinausgehen, zur Auswirkung bringen. Diese seine Priester sind nur dazu da, seinen Blutrausch durch Darbringung von qualvoll gemordeten Menschen und Tieren als Opfer zu stillen. Sie erfüllen als seine Knechte auch sein Verlangen, wobei sie das Erkennen verbieten und heuchlerisch zu umgehen trachten und das Böse für gut, gottgefällig und heilig halten. Ihren Lohn dafür haben sie im Irdischen, indem sie durch die Auswirkung des von ihnen gelehrten satanischen Geistes ohne Mühe und ohne Arbeit ein Prasserleben auf Kosten ihrer verführten Gläubigen führen können.
Seht, ihr Römer, auch ich war ein solcher Satansknecht. Ich selbst habe mich auf Grund seines Geistes auserwählt und mich in diesem auch betätigt. Dafür wurde ich zum Hohepriester berufen und führte gleich den anderen priesterlichen Satansknechten sein Verlangen bis zum Grauen aus. Auch ich habe danach gestrebt, gleich dem Satan obenan zu sein, über andere zu herrschen und auf Kosten der anderen ein Prasserleben zu führen.
Ihr Römer seid gut und edel. Ihr gebt der Wahrheit so weit die Ehre, dass ihr das Gute gut und das Böse böse nennt. Trotzdem seid ihr weit von der Erkenntnis der Wahrheit entfernt. Ihr glaubt an gute Götter, die ihr verehrt und auch an böse Götter, die ihr fürchtet und denen ihr aus Angst opfert. Euer Streben ist aber doch, gut und edel zu sein. Ich sage euch: hättet ihr so wie ich Gelegenheit gehabt, Christi Worte zu hören und seine göttlichen Werke der Nächstenliebe zu sehen, es würde keiner von euch so grausam gehandelt haben wie ich. Ich Armer gestehe euch, dass ich Christus in seinem vollkommenen Geist der Wahrheit und Nächstenliebe als den Größten im Geiste, als den ewigen, alleinigen Gott erkannt habe, der aus eigener Kraft Mensch geworden ist und den Namen Christus angenommen hat. Ich wusste es, dass Gott selbst auf diese Welt gekommen ist, damit die Menschen nicht mit dem Wort 'Gott' irregeführt werden, sondern ihn erkennen, wie er wahrhaft ist. Ich habe mich aber trotz dieser Erkenntnis im satanischen Geist weiter betätigt. Ich bin ein Gottes- und Geistesmörder und ein hundertfacher Mörder jener, die Christus erkannt und sich in seinem Geist betätigt haben. Seht, so bin ich durch mein satanisches Treiben bis zu euch gekommen. Ich wollte den wirklichen Jünger Christi Petrus, der wahrhaft den Geist des ewigen Gottes Christus weitergetragen hat, durch List den Behörden überführen. Doch durch mein satanisches Treiben hat auch mich die Gerechtigkeit ereilt. Ich bekenne euch, dass Petrus allein durch meine Schuld hingerichtet wurde, sein Blut ruht auf mir!

Ich, der Jude Paulus, rufe euch Römern in meiner letzten Stunde des irdischen Lebens zu: Christus ist der wahre, einpersönliche Gott! Sein vollkommener Geist ist die Wahrheit und Nächstenliebe. Er selbst war da und hat auch bewiesen, dass er allein der Schöpfer des Alls und Geber des Lebens ist. Christus hat nichts sein Eigen genannt. Er selbst nahm, als Beispiel für uns, die Auswirkung des satanischen Geistes auf sich. Wir Juden, die wahren Satansknechte, haben ihn aber am Kreuz sterben lassen, weil er uns die Wahrheit gesagt hat, dass der, den wir Gott nennen, der Satan ist und dass wir seine Knechte sind. Ich selbst bin Zeuge, wie Gott Christus am dritten Tag mit seinem zerfleischten Körper vom Tod wieder auferstanden ist, seinen Geist der Wahrheit weiter gelehrt hat und durch Auflösen seines irdischen Körpers vor zehntausenden Zeugen in sein Reich eingegangen ist. Seht, weil der Satan und wir, seine Knechte, das Dasein Christi sowie seine Worte und Werke nicht mehr auslöschen konnten, so haben wir Judenobere beschlossen, seinen Geist zu verfälschen und die wahren Jünger zu ermorden. So haben wir in Jerusalem eine Apostelschule zur Heranbildung von Priestern errichtet, die, mit falschen Schriften über Christus versehen, lehren müssen, dass Christus ein beschnittener Jude und Sohn Davids wäre, dass ihn der jüdische Gott als sein Vater auf diese Welt geschickt habe, damit die Menschen an den Vater und seine Blutgesetze glauben, und dass Christus durch seinen Kreuzestod den Vater verherrlicht und die sündhafte Menschheit mit ihm versöhnt habe.
Ich, als der oberste der in die Welt ausgesandten Judenapostel, bestätige euch, dass die Aufgabe aller dieser Apostel nur darin besteht, aus den Arianavölkern unter dem Namen Christi gläubige Juden und Knechte des verlogenen Geistes zu machen, damit der Satan und seine Auserwählten obenan bleiben und sie alle Völker beherrschen können. Der von diesen Aposteln gelehrte Glaube hat nur den Zweck, die Menschen geistig blind zu machen, damit sie den jüdischen Gott als den eigentlichen Satan, und sie als seine auserwählten Knechte, nicht erkennen.
Ihr Römer, Schwestern und Brüder, nehmt euch in acht vor den jüdischen Aposteln, die sich Christen nennen. Glaubt diesen Frömmigkeitsheuchlern nicht. Nehmt sie gefangen und richtet sie so wie mich! Hört aber auf jene, die sagen, dass Christus der alleinige, wahre Gott ist. Erkennt Christi vollkommenen Geist der Wahrheit und Nächstenliebe und betätigt euch in ihm! Dann könnt ihr von dieser Welt mit Freuden scheiden und in ein besseres Jenseits eingehen! Ich wünsche niemanden, dass er den Weg ins Jenseits so geht wie ich, obwohl ich weiß, dass mir niemand etwas nachtragen wird und mir auch jene, die ich gemordet habe, in der Nächstenliebe helfen werden. Doch ob ich die Kraft aufbringen werde, mich selbst von dem geistigen Auswurf zu befreien, weiß ich nicht! Meine Zuversicht ist, dass mir Christus, unser allgütiger Gott, in seiner Nächstenliebe helfen wird!
Liebe Schwestern und Brüder! Bewahrt meine Worte und tragt sie weiter. Helft mir, das Satanische, das ich Armer verbrochen habe, wieder gutzumachen.!"
Das Volk war über die Worte des Paulus sehr nachdenklich geworden und nahm sie ruhig entgegen.
Zwei Männer führten ihn in die Mitte der Platzes, wo bereits der Balken zu seiner Enthauptung vorbereitet lag. Sie banden Paulus auf diesen, worauf der eine das Beil hob und den Kopf abhieb.