Raimund Kubasek

Obwohl es sich bei vorliegendem Werk um ein über ein Schreibmedium niedergeschriebenes Werk handelt, wäre es ohne Raimund Kubasek niemals zustande gekommen. Herr Kubasek - ein Wahrheitssucher - war es, der im Vorfeld alles getan hat, um zu den gewünschten Informationen zu gelangen. Der Verleger des Werkes „Lebenserkenntnis Band II“ (= ursprüngliches, nicht korrigiertes Werk, erst 1976 im Bethania-Verlag veröffentlicht) beschreibt seine Tätigkeit wie folgt:

Ungefähr seit dem Jahre 1910 befasste sich Herr Raimund Kubasek auch mit der Erforschung der okkulten Kräfte. Vorerst als Laie und großer Skeptiker nahm er als Gast an zahlreichen spiritistischen Zirkeln teil. In der Folge überprüfte er unzählige Experimente mit den verschiedensten Medien und war schließlich von dem Vorhandensein unbekannter Kräfte überzeugt. Nach und nach erlangte er die Gewissheit, dass sich durch ein Medium jenseitige Geisteswesen kundgeben können. Mit Hilfe des Mittlerverkehrs versuchte der Forscher, tiefer in das seelisch-geistige Wissensgebiet einzudringen.
Auf seine diesbezüglichen Fragen an die sich kundgebenden jenseitigen Wesen erhielt er nur in den seltensten Fällen eindeutige und logische Aufklärungen. Gewohnt, Phrasen, Theorien, Annahmen und Vermutungen, aber auch Dogmen und den bloßen Glauben an ein geheimnisvolles höchstes Wesen auf das entschiedenste abzulehnen, gab er sich mit den wenigen brauchbaren Antworten nicht zufrieden. Fest entschlossen, dem Irren und dem Unwissen der Jenseitigen auf den Grund zu kommen, forschte er in dieser Richtung intensiv weiter. Bei diesem Streben stieß der Gelehrte bald auf fanatischen Widerstand und oft sogar auf Bosheit der meisten Zirkelteilnehmer, die keine Kritik an dem geoffenbarten Geiste dulden wollten.
Es war auffällig, dass in allen Zirkeln die Teilnehmer kein Interesse für tiefschürfende Fragen hatten und hauptsächlich aus Neugierde und Sensationslust zusammenkamen. Ferner, dass die sich manifestierenden jenseitigen Wesen immer nur das aussagten und antworteten, was der Zirkelleiter und die Seanceteilnehmer erwarteten. Der Forscher erkannte, dass für die geistige Abstimmung des Mediums in erster Linie der Zirkelleiter maßgebend ist und dass infolge des einheitlichen Denkens und Fühlens der Versammelten nur jenseitige Wesen der gleichen Geistesverfassung und ähnlichen Charakters eine Anpassung finden können. Außerdem, dass viele Wesen, die bereits Jahrzehnte, oft schon Jahrtausende, im Jenseits leben, das gleiche Unwissen auf seelisch-geistigem Gebiete, die gleiche Gläubigkeit und auch dieselben verwerflichen Charaktereigenschaften besitzen, die sie als Menschen hatten.
Um unbehindert und unabhängig weiterforschen zu können, bildete Herr Raimund Kubasek einen seiner Bürokollegen, der großes Interesse für dieses Beginnen zeigte und überdies gute Mittlerfähigkeiten aufwies, zum Hör-, Schreib- und Sprechmedium aus. Es stellten sich für die verschiedensten Experimente noch weitere Medien zur Verfügung, und in den folgenden Jahren hatte der Forscher Gelegenheit, tiefer in das fragliche Wissensgebiet einzudringen. Er erkannte die Kräfte der Suggestion, der Hypnose und der Telepathie, die große Verantwortung des Experimentators und nicht zuletzt die Gefahren des spiritistischen Verkehrs für Laien und leicht beeinflussbare Menschen. Ferner, dass für die richtige geistige Abstimmung des Mittlers vor allem der Führer und Leiter des Mediums maßgebend ist. Er muss unbedingt die geistigen und charakterlichen Voraussetzungen erfüllen und die nötigen Erfahrungen auf diesem Gebiete besitzen, um unbeeinflusst und objektiv den übermittelten Geist beurteilen zu können.

Herr Kubasek gab sich die größte Mühe, seinen Kollegen, der bis dahin von allen Mittlern der verlässlichste war, geistig so abzustimmen, dass sich durch ihn nach und nach auch jenseitige Wesen mit höherer Denkungsart und guten Charaktereigenschaften kundgeben konnten. Mit ihren klaren und logischen Antworten füllten diese Wesen so manche Lücke in dem Wissen des Forschers. Es war sein Ziel, mit Hilfe eines geeigneten Mittlers auch mit den einstigen Jüngern Christi in Verbindung zu treten und einen Tatsachenbericht über das große Geschehen zu erhalten.
Diesen Bericht sowie seine Forschungsergebnisse wollte er nicht für sich oder nur für einen kleinen Kreis von Menschen behalten, sondern ausnahmslos allen Menschen bieten und zugute kommen lassen.
In dieser Zeit hielt der Forscher öffentliche Vorträge, verfasste ein Buch, betitelt: „Ein Lichtstrahl in das Dunkel der Geheimwissenschaften“, schrieb einschlägige Artikel für Zeitungen, führte Diskussionen mit namhaften Psychiatern und maßgebenden Persönlichkeiten der Kirchen und begann bereits mit der Ausarbeitung von einzelnen Themen für sein philosophisch-wissenschaftliches Werk „Lebenserkenntnis Band I“. Im Jahre 1923 gründete er eine gesellschaftliche Vereinigung, die eine Bildungsstätte für ein freies, nur auf Erkenntnissen beruhendes Wissen über die Schöpfung, über Gott und über die Natur des Lebens sein sollte. Der Vereinigung konnten alle beitreten, die Interesse für ein Erkenntniswissen hatten. In regelmäßigen Vorträgen mit anschließenden Diskussionen und an Hand von praktischen Beispielen bemühte sich Herr Kubasek, seine Zuhörer in das seelisch-geistige Wissensgebiet einzuführen.
Im Laufe der Jahre nahm die Zahl der Mitglieder ständig zu. Auch einige fanatische Vertreter des Glaubens traten der Vereinigung bei. Sie waren hauptsächlich aus Neugierde gekommen und lehnten bald den vom Gründer festgelegten Grundsatz „Frei und wahrhaft im Denken und hilfreich gegenüber dem Nächsten zu sein“ ab. Dieser kleinen Gruppe von Menschen gelang es, den Kollegen und Mittler des Forschers so weit zu beeinflussen und geistig abzustimmen, dass sich an ihn nur Geisteswesen mit der dementsprechenden Denkungsart anpassen konnten. Zuerst versteckt, dann aber immer offensichtlicher nahmen auch die jenseitigen Wesen Stellung gegen den Forscher. Er ertrug die ärgsten Drohungen, Bosheiten und Verleumdungen mit größter Ruhe und Geduld, immer noch bestrebt, wieder die Harmonie herzustellen und den Mittler nicht zu verlieren. Doch alle Bemühungen des Gelehrten schlugen fehl. Die richtige geistige Abstimmung des Mittlers war nicht mehr gegeben und somit eine weitere positive Zusammenarbeit unmöglich gemacht.
Von den Schwierigkeiten, Enttäuschungen und Anfeindungen ließ sich Herr Kubasek nicht entmutigen. Unbeirrt suchte, forschte und lehrte er weiter und setzte auch die Arbeit an seinem ersten Band „Lebenserkenntnis Band I“ fort.

Im Jahre 1931 erschien bei ihm eines Tages ein Vereinsmitglied und persönlicher Freund und bat Herrn Kubasek, seine medialen Fähigkeiten zu überprüfen. Er erklärte, es sei sein Wunsch, sich ihm als Mittler für seine weitere Forschungstätigkeit zur Verfügung zu stellen. Die Überprüfung ergab tatsächlich mediale Fähigkeiten. Der Forscher behielt sich jedoch Bedenkzeit offen, weil die Ausbildung und richtige geistige Abstimmung viel Zeit und Mühe in Anspruch nehmen, außerdem der seelische Grundcharakter des Mediums wichtig ist und unbedingt bestimmte Voraussetzungen von allen Beteiligten erfüllt werden müssen. Erst nach reiflicher Überlegung und einer neuerlichen umfassenden Aussprache mit seinem Freund, einem stillen, bescheidenen Menschen, und dessen Frau, entschloss sich der Forscher, die Ausbildung zu übernehmen.
Um sich vollkommen der neuen Aufgabe widmen zu können, ließ sich Herr Kubasek vorzeitig pensionieren. Zur Ausbildung und zur richtigen geistigen Abstimmung benötigte er etwas länger als ein Jahr. Dann hatte der Forscher sein Ziel erreicht. Es war ihm gelungen, über das neue Medium den direkten geistigen Kontakt mit den einstigen Jüngern Christi aufzunehmen. Sie konnten sich uneingeschränkt kundgeben, weil der Wille des Mediums völlig ausgeschaltet war und seine seelischen und körperlichen Lebensstoffe die für sie notwendige Abstimmung und Beschaffenheit aufwiesen.
In aller Stille war die Ausbildung vor sich gegangen, und in aller Stille entstand im Wege des Mittlerverkehrs innerhalb von drei Jahren der vorliegende Tatsachenbericht. Der Forscher arbeitete hauptsächlich mit dem einstigen Jünger Johannes dem Jüngeren zusammen. Mit ihm besprach er alle Einzelheiten und Vorkommnisse aus der fraglichen Zeit, stellte immer wieder Fragen, um sich ein klares Bild über alle Vorgänge aus der Zeit Christi zu verschaffen. Soweit dies möglich war, versuchte der Gelehrte, durch das Medium die einstigen Beteiligten persönlich zu sprechen. Im Einvernehmen mit Johannes wählte er dann die für das Werk in Betracht kommenden Begebenheiten aus. Meistens spätabends, wenn der Mittler ungestört war, verfiel dieser in den Trancezustand, und unter Benützung des fremden Körpers schrieb Johannes die bereits mündlich durchbesprochenen und ausgewählten Begebenheiten und Ereignisse nieder. Am nächsten Tag wurden diese Schriften Herrn Kubasek übergeben, der sie ausarbeitete und dann als Unterlagen für den Tatsachenbericht verwendete. Während der Arbeiten an diesem Bericht hielt sich der Mittler vollkommen an die Anordnungen des Forschers. Er zeigte weder Interesse noch Neugierde für das durch ihn Gesprochene oder Geschriebene.
Im Jahre 1935 war das Manuskript für das Geschichtswerk fertiggestellt. Ungefähr zum gleichen Zeitpunkt hatte der Forscher auch den 1. Band „Lebenserkenntnis“ vollendet. Ein Jahr später lud er seinen Freund und Mittler zu einer Orientreise ein. Geführt von den einstigen Jüngern Christi, suchte er die historischen Stätten auf und konnte sich von der Richtigkeit der im Werk enthaltenen Angaben überzeugen.
Eben noch zeitgerecht war der Tatsachenbericht übermittelt worden, denn schon die nächsten Jahre brachten Unruhe, politische Verwicklungen und den zweiten, furchtbaren Weltkrieg. In einer Zeit der Unfreiheit im Denken und Handeln, der allgemeinen Verwirrung und schließlich der Angst, Not, Verzweiflung und Vernichtung wäre es dem Forscher unmöglich gewesen, den Mittler in der benötigten geistigen Abstimmung zu erhalten.

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Der Herausgeber der Werke „Lebenserkenntnis Band I“ und „Lebenserkenntnis Band II“, Herr Hans Mirtl, schreibt in der Kubasek-Biografie im Band I:

Anfang des Jahres 1938 wurde Raimund Kubasek in Wien mit dem Besitzer der Verlagsanstalt Lechner, Walter Krieg, bekannt. Der Verleger bekundete damals großes Interesse an dem wissenschaftlichen Teil des Werkes, und der Autor übergab ihm das Manuskript des ersten Bandes. Durch Handschlag bekräftigt, wurde nämlich vereinbart, den endgültigen Termin für die Drucklegung im gegenseitigen Einvernehmen zu bestimmen.
Unter dem Jubel eines großen Teiles der österreichischen Bevölkerung wurde am 12.März 1938 das Land schlagartig durch starke Verbände der deutschen Wehrmacht besetzt und als Ostmark zu einem Bestandteil des Dritten Deutschen Reiches erklärt.
Mit der abgeschlossenen Machtergreifung der nationalsozialistischen Regierung in der Ostmark war es zur Gewissheit geworden, dass an eine Herausgabe der Schriften nicht gedacht werden konnte. Die neue Staatsführung setzte machtgebietend alles daran, um ein freies Denken und Handeln schon im Keime zu ersticken. Unter anderem musste zum Beispiel jede Vereinstätigkeit außerhalb der dominierenden Partei eingestellt werden. Auch der „Kosmologische Klub“ verfiel dem Verbotsgesetz, und das mühsam erworbene Vereinsvermögen, das für die Verbreitung der wahren Lebenserkenntnis bestimmt war, wurde vom Staate beschlagnahmt.
In dieser Zeit verlor der Forscher auch einige seiner bisher engsten Mitarbeiter. Sie erklärten ihm, sein Grundsatz: „Frei und wahrhaft im Denken und dem Nächsten gegenüber hilfreich zu sein“ sei nicht mehr aktuell. Ihr jahrelanges, gemeinsames Streben nach dieser Richtung hin wäre vergebens gewesen; es bestünde kein Interesse für seine Forschungsergebnisse, und diese könnten niemals veröffentlicht werden. Als er an ihre Vernunft appellierte und sie bat, niemandem zu glauben - auch ihm nicht -, sondern stets objektiv jede Geisteshaltung zu prüfen, warfen sie ihm vor, ein Staatsfeind zu sein.
Auch von diesen Vorfällen ließ sich Raimund Kubasek nicht entmutigen. Sie berührten ihn besonders schmerzlich, doch er wusste um die charakterliche Unbeständigkeit der Menschen, um ihr leichtes Unterliegen den für die letzten Endes nur Verderben bringenden Einflüssen, da dieser Wesenszug doch die Ursache unserer Menschwerdung ist.
In den langen und schweren Kriegsjahren war Raimund Kubasek nicht untätig geblieben; er besann sich wieder seiner künstlerischen Fähigkeiten und malte Aquarell- und Ölbilder. Außerdem verfasste er künftige Lehrbehelfe, es waren kurze Abhandlungen über aktuelle Themen, im Lichte der wahren Lebenserkenntnis zergliedert.
Kurz vor dem endgültigen Zusammenbruch des Dritten Deutschen Reiches wurde durch einen Bombenangriff das einstige Klublokal in Wien IV, Starhemberggasse 42 - das im Jahre 1939 nicht enteignet werden konnte, da es Privatbesitz des Forschers war -, ein Raub der Flammen.
Das Kriegsende brachte unsägliches Leid, Elend, Gewaltakte und Zerstörungen mit sich; doch nichts konnte ihn hindern, mit unbeugsamem Willen sein Lebensziel weiterzuverfolgen.
Nach einer achtjährigen Unterbrechung wurde es ihm Ende 1947 gestattet, wieder die Vereinstätigkeit aufzunehmen. In dieser Zeit unterstand die österreichische Regierung der alliierten Besatzungsmacht, die Freiheit war beschränkt und die wirtschaftlichen Gegebenheiten katastrophal. Durch eine zweimal in einem Jahr durchgeführte Währungsreform war das Geld äußerst knapp geworden und ließ in naher Zukunft keine Hoffnung für die Veröffentlichung des Werkes aufkommen.
Ungenützt wollte der Autor den Ablauf der Geschehnisse nicht verstreichen lassen, und er fasste den Entschluss, wenigstens einige Themen, die er während des Krieges ausgearbeitet hatte, in Form von Broschüren vervielfältigen zu lassen. Selbst diesem bescheidenen Vorhaben standen große Schwierigkeiten entgegen, denn Papier war Mangelware, bewirtschaftet und nur mittels Bezugsscheine erhältlich. Einem langjährigen Klubmitglied, Hans Mirtl, wurde es möglich, das Papier zu beschaffen und eine Druckerei namhaft zu machen, die den Auftrag ausführte.
Die allmählich einsetzenden wirtschaftlichen Erleichterungen gaben den Anlass, dass der Forscher Anfang des Jahres 1949 mit der Verlagsanstalt Lechner wieder in Verbindung trat. Er musste erfahren, dass sein 1938 übergebenes Manuskript durch Kriegseinwirkungen vernichtet worden war und dass der Verleger Walter Krieg kein Interesse mehr an der Veröffentlichung des Werkes hatte.
In der Folge versuchte der Autor, bei in- und ausländischen Verlagen die Herausgabe seiner Forschungsarbeit zu erreichen, doch von überall erhielt er nur Absagen.
Jahrzehntelang hatte Raimund Kubasek alle Widrigkeiten, Rückschläge und Enttäuschungen mit größter Ruhe hingenommen. Von den letzten Schwierigkeiten, die sich seinem Lebensziel entgegenstellten, wurde er zutiefst getroffen, zumal er fühlte, dass sein Körper zu kränkeln begann.
Anlässlich eines Besuches bei der Familie Mirtl erzählte der Forscher von den ablehnenden Bescheiden der Verlagsanstalten und von der Aussichtslosigkeit, seine Forschungsarbeit der Allgemeinheit vorzulegen. Von dem Wunsch geleitet zu helfen, fragte ihn Hans Mirtl, ob er einverstanden sei, wenn er selbst eine Verlagskonzession anstrebe, damit der Herausgabe seiner Schriften kein Hindernis mehr im Wege stehe. Mit einem Aufleuchten in den Augen reichte ihm Raimund Kubasek die Hand uns sagte: „Hans, du hast mein Wort, wir brauchen nichts mehr darüber zu sprechen.“
In den nächsten Monaten verschlechterte sich der Gesundheitszustand des Forschers zusehends, bis in den ersten Jännertagen des Jahres 1950 eine Operation und ein dreimonatiger Spitalsaufenthalt unvermeidlich wurden.
Mittlerweile hatte Mirtl die Verlagskonzession erhalten. Zwischen dem Autor und ihm war vereinbart worden, dass noch vor der Drucklegung des Hauptwerke „Lebenserkenntnis“ die weiteren während des Krieges verfassten Themen in kurzen Druckschriften herausgegeben werden sollten.

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Hinweis des Medieninhabers:

Veröffentlicht wurden die Werke des Herrn Kubasek „Lebenserkenntnis Band I“ und „Lebenserkenntnis Band II“ erst 1976 im Bethania Verlag des Herrn Hans Mirtl.

Laut Herrn Franz Woller kam es zu einem neuerlichen Kontakt mit den jenseitigen Geisteswesen, die gewisse Korrekturen zum Werk „Lebenserkenntnis Band II“ vornehmen ließen. Diese abgeänderte Version veröffentlichte Herr Woller unter dem Titel „Tatsachenbericht für alle Völker der Erde“ im Jahr 1964 und sandte Exemplare davon an führende Persönlichkeiten in der Kirche und Politik.

Wie es scheint, gibt es inzwischen den Bethania-Verlag nicht mehr. Sowohl Wollers Tatsachenbericht als auch die beiden Bände Lebenserkenntnis sind nirgendwo beziehbar.

Ich - Johann Sauerschnig - habe Wollers Tatsachenbericht als Student an der Österreichischen Nationalbibliothek vorgefunden und zahlreiche Gespräche mit Herrn Woller geführt. Ich habe auch das Medium, Herrn Josef Griesmayer kennen gelernt und mir die Vorgänge während der medialen Niederschrift auch durch seinen Sohn Dr. Griesmayer schildern lassen. Weil mich der Bericht sehr beeindruckt hat, habe ich mich intensiv mit den Aussagen beschäftigt. Als ich erfahren habe, dass es da offenbar zwei verschiedene Versionen eines wahrhaften Berichtes gibt - den Tatsachenbericht und das Werk Lebenserkenntnis Band II -, konnte ich dies nicht verstehen. Als ich zudem weitere Ungereimtheiten und offensichtlich unrichtige wissenschaftliche Aussagen entdeckte, war ich sehr beunruhigt. Ich konnte und kann es bis heute schwer fassen, dass es Wesen geben kann, die wahrhaft, aufrichtig und offen erscheinen und doch Behauptungen aufstellen, die mindestens zum Teil nicht den Tatsachen entsprechen.

Ich wollte den „Tatsachenbericht“ eigentlich nicht ins Internet stellen, habe mich aber nun - etwa fünfzig Jahre nach dem Kennenlernen - schließlich doch dafür entschieden. Gezögert habe ich, weil man mit dem „Tatsachenbericht“ antijüdische Gefühle erzeugen kann, weil in dieser Schrift der Gott der Juden als verlogen und böse dargestellt wird und die Judenoberen als Mörder Christi bezeichnet werden. Ich weise deshalb nachdrücklich darauf hin, dass die Kirche an denselben Gott zu glauben befiehlt und dass niemand das Recht hat, das heutige jüdische Volk für Vorgänge in der Vergangenheit verantwortlich zu machen. Ich befürchte ferner, dass die gläubigen Menschen den beeindruckenden Bericht unkritisch annehmen und einen neuen Glauben unter dem Deckmantel der Erkenntnis produzieren könnten.

Es ist mein nochmaliger Versuch, etwas gegen die verheerende Verdummung und geistige Vergewaltigung durch die Kirchenoberen zu unternehmen. Alle bisherigen Versuche von mir und weiteren Kirchenkritikern sind weitgehend wirkungslos geblieben.

Unter https://www.sauerschnig.at können Sie erfahren, was ich in meiner „Suche nach der Wahrheit“ herausgefunden und erlebt habe.